1 000 000 000 000 Euro für die Nachhaltigkeit!

So viel Geld sieht EU-Vizepräsident Valdis Dombrovskis als Booster für nachhaltige Projekte in den nächsten zehn Jahren. Etwa die Hälfte davon soll aus dem EU-Haushalt kommen. Ab 2021 soll das Investitionsprogramm InvestEU rund 279 Milliarden Euro für Klima- und Umweltschutz investieren - sowohl aus öffentlichen als auch aus privaten Geldern.

Damit Investoren einschätzen können, ob eine Anlageform auch wirklich nachhaltig ist, will die EU außerdem ein neues Klassifizierungssystem für Investitionen schaffen. Über die Grundlagen haben sich die zuständigen Ausschüsse bereits geeinigt. Jetzt müssen das EU-Parlament und der Rat das neue System noch ratifizieren. Die Klassifizierung soll ein Greenwashing verhindern und es Geldgebern ermöglichen, auch international verschiedene Anlagemöglichkeiten gerecht zu vergleichen. EU-Gesetze für ein umweltfreundliches öffentliches Beschaffungswesen oder staatliche Beihilfen sollen den Effekt verstärken.

Ein EU-Nachhaltigkeitsbericht

Gleichzeitig kündigte Valdis Dombrovskis Ende Januar bei der EU-Konferenz zum Green Deal an, dass er im Laufe diesen Jahres eine neue Richtlinie für die nichtfinanzielle Berichterstattung vorstellen will. Unternehmen sollen noch transparenter als bisher ihre nachhaltigen Aktivitäten offenlegen und verlässliche Informationen zu ihren Nachhaltigkeitsrisiken und -chancen bereitstellen. Angesichts der Vielfalt verschiedener Nachhaltigkeits-Berichtsstandards spricht sich der EU-Vizepräsident auch für einen europäischen Standard der Nachhaltigkeitsberichterstattung aus.