Nachhaltigkeits-
berichte







Der Nachhaltigkeitsbericht


Seit dem Jahr 2017 müssen alle großen Unternehmen einen Nachhaltigkeitsbericht veröffentlichen. Diese EU-Richtlinie hat der Deutsche Bundestag am 8. März 2017 verabschiedet. Das Ziel: Die Unternehmen sollen ihre soziale und gesellschaftliche Verantwortung darlegen. Damit sollen sowohl das Management als auch Kunden und Lieferanten für das Thema sensibilisiert werden. Anhand der standardisierten Rahmenwerke kann jetzt Jeder nachlesen, in welchen Bereichen ein Unternehmen sich engagiert und in welchen es nur ausweichende Phrasen veröffentlicht.


Wer muss einen Nachhaltigkeitsbericht veröffentlichen?

Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern und mehr als 20 Millionen Euro Bilanzsumme oder Umsatzerlösen von mehr als 40 Millionen Euro müssen einen Nachhaltigkeitsbericht veröffentlichen - entweder im Lagebericht oder auf der Homepage. Doch auch kleinere Unternehmen werden zunehmend Nachhaltigkeitsberichte erstellen. Zulieferer müssen ihren Kunden sowieso ihre Arbeitsbedingungen und Lieferkette offen legen, wenn diese berichten müssen. Das machen sie am einfachsten mit einem eigenen Nachhaltigkeitsbericht. Doch der Aufwand lohnt sich auch, um sich gegenüber der Konkurrenz abzuheben. Und viele Unternehmen berichten, dass sich ein Nachhaltigkeitsbericht langfristig sogar ökonomisch durch das Finden neuer Einsparpotenziale für sie gelohnt habe.


Was muss im Nachhaltigkeitsbericht stehen?

Die so genannte nichtfinanzielle Erklärung muss folgende Punkte beinhalten:
• Beschreibung des Geschäftsmodells
• Umweltbelange, etwa Treibhausgasemissionen, Wasserverbrauch,
Luftverschmutzung, Nutzung von erneuerbaren und nicht erneuerbaren Energien und Schutz biologischer Vielfalt
• Arbeitnehmerbelange, wie die Rechte der Mitarbeiter, Gleichstellung, Gesundheitsschutz und Sicherheit am Arbeitsplatz
• Sozialbelange, etwa der Dialog auf kommunaler und regionaler Ebene und Maßnahmen für die lokale Gemeinschaft
• Menschenrechte, wie ein Unternehmen die Einhaltung der Menschenrechte in der Lieferkette sichert
• Bekämpfung von Korruption und Bestechung

Das Gesetz kann hier nachgelesen werden



Der Deutsche Nachhaltigkeits-Kodex DNK

Speziell für Deutschland hat die Bundesregierung den Deutschen Nachhaltigkeits-Kodex (DNK) geschaffen. Er soll besonders kleineren und mittleren Unternehmen eine Leitlinie an die Hand geben, um mit vertretbarem Aufwand einen Nachhaltigkeitsbericht zu erstellen. Mit Fragen und Beispielen werden die Anwender durch 20 Kriterien in den Kategorien Strategie, Prozessmanagement, Umwelt und Gesellschaft geleitet. Je nach Ausrichtung des Unternehmens kann ein Unternehmen dabei zwischen zwei Indikatoren-Sets (entweder bezogen auf den GRI oder EFFAS) wählen. Am Ende wird die Entsprechungserklärung in der DNK-Datenbank veröffentlicht. Sie kann, muss aber nicht von externen Prüfern kontrolliert werden.


Sie brauchen Hilfe bei der Erstellung eines Nachhaltigkeitsberichts? Melden Sie sich unter th@tanjaheil.de!